Wiedergutmachungsinitiative
Für die Opfer. Für die Schweiz.

Wie viel bedeutet Ihnen die Würde der Schweiz?

Bis weit in das 20. Jahrhundert wurden Kinder auf Schweizer Dorfplätzen versteigert, zur Kinderarbeit gezwungen, misshandelt und missbraucht. Noch heute leben viele dieser ehemaligen Verdingkinder unter uns. Sie haben schwerstes Unrecht erlitten, wie auch die anderen Opfer von Fremdplatzierungen und fürsorgerischen Zwangsmassnahmen. Ein immenses Leid und Unrecht das in der Vorbilddemokratie Schweiz geschah und für dessen Wiedergutmachung sich eine von Unternehmer Guido Fluri lancierte Volksinitiative mit breiter politischer Abstützung einsetzte.

Righetti & Partner hat für die Wiedergutmachungsinitiative die Kampagne konzipiert und gestaltet. Im Mittelpunkt der Bildwelt stehen die Betroffenen: Sie geben ihrem Schicksal ein Gesicht und den nicht mehr lebenden Opfern eine Stimme. Die Kampagne wurde mit dem Berner Fotograf Remo Neuhaus realisiert. Die historischen Bilder stammen von Fotoreporter Paul Senn (1901-1953) und sind aus dem Archiv der Bernischen Stiftung für Fotografie, Film und Video (FFV, Kunstmuseum Bern, Dep. ©GKS).

Orientierung am «Vorbild Schweiz»

Das Schweizerkreuz der Nationalflagge wird zur Solidaritätsschlaufe. Damit setzt das Logo der Kampagne ein patriotisches Zeichen für eine menschliche und solidarische Schweiz. Eine Schweiz, die ihr kulturelles Erbe sowie ihre sozialen Werte hochhält und mit Gemeinschaftsgeist und Rechtssinn für die Würde eines jeden Menschen einsteht. Auch und vor allem dann, wenn das Unrecht im eigenen Land geschehen ist.

Eröffnung der Nationalen Gedenkstätte Kinderheim Mümliswil

In Gedenken an die Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen hat die Guido Fluri Stiftung das ehemalige Kinderheim Mümliswil erworben und es zu einem Begegnungszentrum und Ausstellungsort umgestaltet. Mit der Eröffnung der Gedenkstätte markierte die Stiftung eine neue Phase der öffentlichen Aufarbeitung dieses dunklen Kapitels Schweizer Geschichte. Bei der feierlichen Einweihung überreichte Stiftungspräsident Guido Fluri den Schlüssel für das ehemalige Kinderheim Mümliswil dem Solothurner Regierungsrat Peter Gomm. Dieser schloss in einem symbolischen Akt die Gedenkstätte für alle Gäste und späteren Besucher auf. Moderiert wurde die Eröffnung von Tanja Gutmann, Botschafterin der Guido Fluri Stiftung.

Der Ort soll die Geschichte der Heim- und Verdingkinder erlebbar machen, aber auch Nähe und Verbundenheit zu den Betroffenen schaffen. Insbesondere jüngeren Generationen sollen hier die Gelegenheit erhalten, sich umfassend mit der Thematik zu beschäftigen. Die Guido Fluri Stiftung stellt die Räumlichkeiten der Gedenkstätte für Ausflüge, Lagerwochen oder Workshops zu diesem Zweck kostenlos zur Verfügung (www.guido-fluri-stiftung.ch). Das Gebäude wurde vom bekannten Bauhaus-Architekten Hannes Meyer errichtet und steht heute unter Denkmalschutz.